Droht eine Krise wie 1929? EZB mit dramatischer Warnung!
Shownotes
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat Ende September auf einer Konferenz des Internationalen Währungsfonds über die 1920-er gesprochen. Ihr erinnert euch: Am Ende stand eine Weltwirtschaftskrise (1929). Hier stellt sich die Frage, warum greift ein ranghoher Notenbanker dieses Thema auf?
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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert: LVMH, Hermes
Transkript anzeigen
00:00:00: [Musik]
00:00:07: EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnt vor einer Phase wie in den 1920ern.
00:00:15: Ihr erinnert euch am Ende stand die Weltwirtschaftskrise.
00:00:19: Was da dran ist, das kläre ich jetzt auf.
00:00:23: [Musik]
00:00:30: Hallo liebe Hellinvestierten, schön, dass ihr dabei seid.
00:00:33: Ich muss sagen, ich bin etwas verwundert.
00:00:37: Ihr habt ja mein Intro gehört und ja, Christine Lagarde,
00:00:41: ihres Zeichens Präsidentin der Europäischen Zentralbank,
00:00:45: stellt sich auf eine Rede Ende September beim Internationalen Währungsfonds in Washington hin
00:00:52: und spricht über die 1920er.
00:00:56: Jetzt gibt es vielleicht unter euch ein paar Fans der Roaring Twenties
00:01:00: und die 20er hatten ja auch viele gute Seiten, also da, wer,
00:01:04: wenn er einen Buchtipp haben möchte, also das Buch von Harald Jener,
00:01:09: Höhenrausch, das kurze Leben zwischen den Kriegen,
00:01:12: beschreibt mal die Sonnensseiten der 20er, also die nennen wir es mal heutzutage würden,
00:01:17: wir sagen auch Arte-Disruption der Gesellschaft,
00:01:20: neue Dinge, die ausprobiert wurden, neue Sportarten,
00:01:23: neue wirtschaftliche Entdeckungen und was es da so alles gab,
00:01:26: also wer da mal eintauchen möchte, wirklich sehr, sehr gut geschiebenes Buch,
00:01:30: Link pack ich euch mal gerne zur Amazon unten rein,
00:01:32: wie immer, ich bekomme hier keine Vermittlungsprovisionen,
00:01:35: kauft das Buch oder kauft es nicht, ich fand es wirklich sehr, sehr gut,
00:01:38: ich habe es regelrecht verschlungen,
00:01:40: aber die 20er waren natürlich nicht nur die Roaring Twenties,
00:01:42: sondern am Ende der 20er, ich hatte es euch gesagt,
00:01:45: stand die Weltwirtschaftskrise und wir hatten ja gerade auch in Deutschland in dieser Zeit
00:01:50: eine Hyperinflation.
00:01:53: Und da ist es doch interessant, wenn Christine Lagarde
00:01:55: diese Phase offiziell auf einer Rede benennt,
00:01:59: die in meinen Augen relativ untergegangen ist, medial,
00:02:04: also ich habe auf Bloomberg davon gelesen,
00:02:07: auch im Handelsblatt hat Daniel Stelter so einen Kurzbeitrag veröffentlicht,
00:02:11: aber ansonsten wurde das nicht großartig thematisiert und da muss ich sagen,
00:02:14: also wenn jetzt einer der mächtigsten Notenbänker der Welt hier wirklich diese,
00:02:19: und ich werde gleich draufkommen, eher die negativen Seiten der 20er herauszählt,
00:02:22: also die negativen wirtschaftlichen und geldpolitischen und auch globalen Entwicklungen,
00:02:27: dann ist das schon etwas, worüber man eigentlich reden und schreiben sollte,
00:02:31: weil da muss ja irgendeine Art Hintergrund dahinterstecken.
00:02:34: Und ich klär auch mal auf, in den 20ern war es so,
00:02:38: dass damals die Globalisierung,
00:02:40: bzw. ja, Globalisierung ist dann natürlich in den 70er, 80er noch stärker geworden,
00:02:44: nennen wir es mal eher den Welthandel, der wurde damals zurückgetreten,
00:02:47: wird auch durch Zölle gerade in den USA,
00:02:50: und das hat dann eben auch dazu geführt, dass die USA sich natürlich abgeschottet haben
00:02:54: und das hat auch weltweite Konsequenzen nach sich gezogen,
00:02:57: weil einfach der Handel, der damals entstanden ist, dadurch wieder abgewirkt wurde.
00:03:03: Und eine ähnliche Parallele sieht Christine Lagarde heutzutage,
00:03:06: weil sie sagt, die Globalisierung und auch der Welthandel werden durch Zölle wieder zurückgedreht.
00:03:13: Und das sehen wir ganz gut in den USA, wo ja Donald Trump Zölle verhängt hat gegen China,
00:03:18: wo auch Joe Biden, die hatte Antihina-Politik und auch Rhetorik übernommen hat,
00:03:23: und jetzt seine Nachfolgerin, zumindest sofern sie gewählt werden sollte, Kamala Harris,
00:03:28: sie wird da auch keinen Unterschied machen, wenn sie jetzt ins Amt gewählt werden sollte im November,
00:03:34: und wird ebenfalls gegen China und auch andere Länder hat da vorgehen,
00:03:38: sie wird wahrscheinlich, was die Zölle nicht angeht, so hat, ganz so hat vorgehen wie Donald Trump,
00:03:43: aber es ist schon vorgezeichnet, dass egal wer gewählt wird in den USA,
00:03:47: dürfte mit Zöllen und auch mit Abschottung oder kleinerer oder größerer Abschottung reagieren.
00:03:53: Und das ist ja in den letzten Jahrzehnten eher nicht vorgekommen, weil ja die Globalisierung
00:03:58: und der Welthandel zu Wohlstand geführt hat, aber wir jetzt wieder sehen,
00:04:01: dass Länder sich abschotten, um eigene Interessen zu verfolgen und auch natürlich eigene Industrien zu schützen.
00:04:07: Also ihr habt vielleicht gelesen, auch die EU hat über Zölle debattiert
00:04:11: und gerade Frankreich, muss man auch sagen, treibt diese Initiative der Zölle gegen chinesische E-Autos voran.
00:04:18: Warum? Weil in meinen Augen Frankreich hier relativ eindimensional denkt,
00:04:22: man hat keine große Autoindustrie oder man hat keine Autoindustrie, die in China jetzt erfolgreich ist,
00:04:27: deswegen kann es einem auch egal sein, wenn die Chinesen jetzt mit Gegenzöllen hier arbeiten sollten,
00:04:31: aber die Chinesen werden natürlich dann wahrscheinlich auch entsprechende französische Luxusprodukte,
00:04:35: also ich als Aktionär von LVMH oder MS,
00:04:38: würde das dann wahrscheinlich auch irgendwo zu spülen bekommen reagieren
00:04:41: und ihr seht schon, also nicht nur die USA, auch die EU versuchen sich hier durch Zölle zu schützen,
00:04:46: heimische Industrien zu schützen und das geht natürlich alles auch zu Lasten des Welthandels und auch der Globalisierung.
00:04:52: Und da hat Christine Lagarde also gewarnt, dass es hier parallel zwischen den aktuellen 20ern und den 19/20ern gibt,
00:05:00: aber sie hat auch weiter ausgeführt, dass sie durch die Digitalisierung aktuell,
00:05:06: ich würde da jetzt auch noch anfügen, vor allem die künstliche Intelligenz, die ja sich extremst entwickelt von dem, was sie leisten kann,
00:05:13: dass das dazu führt, dass es zum einen Chancen gibt und Risiken,
00:05:17: dass aber gleichzeitig die Zukunft auch schneller wird und volatiler, das alles einfach das raten,
00:05:22: ihr habt es vielleicht auch schon bemerkt bei euch im Leben,
00:05:23: es dreht sich einfach alles viel viel schneller als früher
00:05:26: und das wird in meinen Augen durch die zunehmende Digitalisierung, aber vor allem auch durch künstliche Intelligenz noch schneller gehen.
00:05:32: Und da zieht sie auch eine Parallelle zu den 19/20ern und sagt,
00:05:35: damals gab es wichtige Produktionsverbesserungen, das heißt, die Industrie hat Fortschritte gemacht,
00:05:40: hat dadurch mehr produzieren können und das war damals der Fortschritt, der aber auch alles volatiler gemacht hat.
00:05:47: Also die Auf- und Abs- und die Geschwindigkeit, mit der produziert wurde und auch große Mengen produziert werden konnten,
00:05:53: das hat damals auch zu einer gewissen Unsicherheit geführt, vor allem auch dann in Krisenzeiten
00:05:58: und das Ähnliche sieht sie heute auch durch die fortschreitende Digitalisierung in Verbindung mit künstlicher Intelligenz.
00:06:04: Also das ist schon bemerkenswert, wenn wirklich ja zum Anfang gesagt Christine Lagarde hier so klare Worte spricht.
00:06:11: Sie hat das aber dann am Ende auch wieder, nennen wir es mal geklammert, also eine Klammer gezogen, in dem sie gesagt hat, naja,
00:06:19: diese Parallellen aktuell die bestehen, das heißt zukünftige Unsicherheit, mehr Volatilität
00:06:25: bei Ereignissen, mehr Auf- und Ab- und gleichzeitig einen Rückdrehen der Globalisierung. Aber
00:06:31: die Notenbänker hätten aus den Zwanzigern gelernt und wären für solche Situationen
00:06:37: jetzt deutlich besser vorbereitet. Denn, jetzt weiß ich, alle Goldfans werden wahrscheinlich
00:06:42: gleich aufschleinen, es gibt keinen Goldstandard mehr. Und laut Ihren Aussagen hat der Goldstandard
00:06:49: in den Zwanzigerjahren verhindert, dass man auf entsprechende Krisen mit einer Ausweitung
00:06:54: der Geldmenge entsprechend reagieren konnte. Und das hat dann eben dazu geführt, dass wir
00:06:59: 1929 eine schwere globale Weltwirtschaftskrise hatten. Und das wäre heute nicht der Fall,
00:07:05: weil Notenbänker flexibler reagieren können, weil sie in Zukunft viel flexibler reagieren müssen
00:07:11: auf das, was das so kommt. Und sie wären aber gleichzeitig in ihren Möglichkeiten nicht
00:07:15: beschränkt, weil wir ja keinen Goldstandard mehr haben. Und ich weiß, das schieb ich
00:07:20: seit fünf Jahren vor mir her, aber ich wollte mal diesen Goldstandard vergleichen mit den
00:07:24: aktuellen Gegebenheiten, ob es besser wäre oder nicht. Aber mal ein paar Worte kurz dazu,
00:07:28: bevor ich da mal einen Special mache. Der Goldstandard verhindert natürlich,
00:07:32: dass man als Notenbänker entsprechend Geld auf Probleme werfen kann, weil man ja nur so viel
00:07:36: Geld in den Umlauf bringen kann, wie durch Gold gedeckt ist. Also es ist schon eine Bremse für
00:07:40: Notenbänker, für Politiker, weil man dadurch natürlich auch gehemmt ist, aber gleichzeitig
00:07:50: aus Sicht der Notenbänker dann nicht bei Problemen Geld reingeben kann im System,
00:07:55: damit es sich wieder stabilisiert. Und das ist also, dass die große Errungenschaft,
00:07:59: zumindest in den Augen der Notenbänker, dass der Goldstandard abgeschafft wurde.
00:08:02: Ich muss euch sagen, zum einen stimmt das natürlich. Also wenn man Geld reingibt und es
00:08:08: bahn sich eine Art Finanzkrise an oder eine Art Eurokrise und man kann da wie Mario Draghi
00:08:14: damals 2012 im Juli sagen, whatever it takes und wir holen die große Basukart aus und
00:08:18: wir schieben Geld rein und dieses Geld nicht alleine, sondern in Verbindung mit Vertrauen
00:08:22: stabilisiert die Situation. Dann kann man so eine Krise abwenden oder zumindest wenn sie
00:08:28: entstanden ist, verhindern, dass die größere Kreise zieht und schlimmer wird. Aber der Preis
00:08:32: dafür in meinen Augen ist, dass diese ständigen Eingriffe und das Geld, was im System ist,
00:08:38: was wenn ihr mal auf die globale Verschuldung schaut oder wenn ihr auch auf die globale
00:08:41: Ausweitung der Geldmenge schaut, das Geld wird nicht mehr eingesammelt. Das heißt,
00:08:45: das bleibt irgendwo im System, wird vielleicht mal ein bisschen weniger, aber tendenziell
00:08:48: immer mehr. Und das wird irgendwann dazu führen, dass es einfach einen großen Knall
00:08:52: gibt, weil dieses Geld niemand mehr zurückzahlen kann und irgendwann werden Leute fragen stellen,
00:08:57: ob der Schuldentragfähigkeit derjenigen, die das in ganzes Zimmern aufgenommen haben,
00:09:01: gerade auch der USA, mit jetzt jüngst 35 Billionen Dollar an Verschuldung und dann wird das zu
00:09:06: einem Problem werden. Versteht mich jetzt aber nicht falsch. Ich sage nicht, dass das Morgenproblem
00:09:09: wird oder im Jahr. Vielleicht in fünf Jahren, vielleicht in zehn, vielleicht in fünf, zehn,
00:09:13: das weiß man nicht. Aber dieses Problem wird kommen. Und das ist ja auch das Problem, finde
00:09:17: ich, der Crashpropheten, die da teilweise richtig den Finger in die Wunde legen, teilweise aber
00:09:22: sehr hysterisch sind und sehr krakelerisch. Also aber sie haben irgendwo einen Punkt,
00:09:26: aber sie sagen dann, ja, das ist in drei Jahren der Fall und dann kommt nichts. Und natürlich
00:09:30: kommt da nichts, weil keiner kann das aktuell absehen, wann wirklich mal sagen wir mal diese
00:09:35: Blöff herausgefordert wird und wirklich eine Diskussion anbrennt über die Rückzahlung
00:09:40: von diesen Schulden. Und dann wird da eine Abwärtsspirale relativ schnell entstehen.
00:09:43: Bis aber dieser Punkt erreicht ist, ist es schon richtig, was Christine Lagarde sagt,
00:09:47: dass man ohne Goldstand einfach mehr Geld reingeben kann und kann dadurch eine Stabilisierung
00:09:51: bewirken. Mit einem Goldstand hat kann man das nicht. Das heißt, Krisen wären dann möglicherweise
00:09:56: vielleicht auch mal heftiger. Vielleicht würden sie aber auch gar nicht entstehen, weil man
00:09:59: vorher gar nicht so spekulativ auch entsprechende Positionen aufbauen könnte. Also es gibt da
00:10:03: schon Pro und Kontra, wo ich die Notenbänke verstehen kann, dass sie den Goldstand natürlich
00:10:07: überhaupt nicht gut finden, weil er sie total beschneidet. Wo ich aber auch die andere Seite
00:10:11: verstehen kann, die sagt, na ja, wenn wir den Goldstand hätten, hätten wir auch keine
00:10:14: große Inflation oder gar keine und alles wäre viel stabiler. Ich finde es aber trotzdem
00:10:18: bemerkenswert, machen wir da mal einen Punkt dran, dass Christine Lagarde also diese Punkte
00:10:22: aufbringt, dass sie gleichzeitig sagt, wir Notenbänkers sind aber vorbereitet und können
00:10:26: auf diese Probleme, die die Zukunft mit sich bringt, entsprechend reagieren. Aber da muss
00:10:32: ich auch sagen, das finde ich etwas beruhigungspillenmäßig, denn die Notenbänker sind auch nicht
00:10:38: unfehlbar. Und man kann auch nicht an der Wirtschaft oder an der Geldpolitik drehen,
00:10:43: wie ein Schräubchen und dann ganz genau einstellen, wie bei einem Thermometer beispielsweise
00:10:48: oder in der Heizung, dass es jetzt genau 32,8 Grad wird. Das geht einfach nicht, weil man
00:10:53: kann Dinge nur versuchen zu antizipieren, abzuschätzen. Aber was dann wirklich in dieser, in der Wirtschaft,
00:10:59: in dem Wirtschaftskreislauf global, in der global vernetzten Welt passiert, ja das sehen
00:11:03: wir erst hinterher. Und würde es auch wirklich gehen, dass Notenbänke ganz genau immer die
00:11:08: Wirtschaft, die Geldmenge und alles justieren könnten, dann hätten wir auch keine große
00:11:12: Finanzkrise gehabt, dann hätten wir auch wahrscheinlich keine Eurokrise gehabt. Also dann hätte man
00:11:16: im Vorfeld ja alles in meinen Augen. Vielleicht bin ich da naiv, aber dann hätte man ja im
00:11:20: Vorfeld alles vermeiden können und dann wäre es gar nicht zu Krisen gekommen, weil man genau
00:11:24: ja alles immer austariert hätte. Also von daher, das ist jetzt ein bisschen, finde ich fast
00:11:30: Notenbänkerhybris zu sagen, wir können das genau steuern und einstellen. Aber um nochmal
00:11:35: zum Punkt oder zum Anfang zurückzukommen, ich finde es bemerkenswert, dass diese Rede
00:11:40: wenig mediale Aufmerksamkeit bekommen hat. Und auch bemerkenswert, dass Christine Lagarde
00:11:44: hier wirklich die 20er, die 19/20er hat, rausgezogen hat und ohne Not aktuell darüber spricht,
00:11:51: was sie damit jetzt vorhat. Also ob es rein informatorisch war und sie wollte einfach
00:11:56: darüber sprechen und sagen, wir sind als Notenbänker besser gewappnet. Ob sie irgendwelche Informationen
00:12:00: hat, die wir jetzt nicht haben, da könnte man jetzt auch irgendwas raus konstruieren,
00:12:03: das weiß ich nicht. Also ich lasse die Frage jetzt mal für euch offen. Wollte euch darüber
00:12:07: informieren, hat jetzt für mich auch gar keine Bedeutung, dass ich irgendwas an meinen Portfolios
00:12:11: verändere. Aber wie gesagt, interessant, dass hier auf höchster Notenbänkebene über die
00:12:17: 19/20er, deren Ende ja eine große Weltwirtschaftskrise war, gesprochen wurde. Und damit verabschiede
00:12:26: ich mich von euch. Ich bin Sebastian Hell. Ihr hört mich wieder in der nächsten Folge
00:12:29: und bis dann.
00:12:30: [Musik]
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